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Getrennte Sammlung im Landkreis Weilheim-Schongau:

Vereine sammeln Altpapier und trennen Deinkingware ab

Deutlich bessere Qualität als mit der Papiertonne – 69,9 Kilogramm Altpapier pro Einwohner

Der Landkreis Weilheim-Schongau legte Anfang 1993 per Satzung fest, dass Papier und Pappe getrennt gesammelt werden müssen. Der Kreis beauftragte die Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft mbH (EVA) mit der Sammlung, der Sortierung und dem Transport aller Abfälle im Landkreis. Mit der EVA haben in 31 der 34 zum Landkreis gehörenden Gemeinden die lokalen Vereine Verträge über eine "Holsammlung " abgeschlossen: Die Vereine holen das Altpapier direkt vom Grundstück des Landkreisbewohners ab.

Die EVA verteilt 110-Liter-Wertstoffsäcke aus Kunststoff. Die Haushalte werden per Informationsblatt gebeten, "Zeitungen, Illustrierte, Werbedrucksachen und Kataloge getrennt von Knüllpapieren und Pappen/Kartonagen" bereitzustellen. Alle ein bis zwei Monate werden die gebündelten Zeitungen und Zeitschriften eingesammelt, getrenntvon den Kartons und Wertstoffsäcken. Das Papier wird in Container gefüllt, die nach Rücksprache von einem Altpapier-Sortierunternehmen bereitgestellt werden. Dafür bekommen die Vereine ein pauschales "Sammelentgelt" pro Tonne, das unabhängig vom Marktpreis für Altpapier festgelegt wurde. Wenn ein Verein selbst grafisches Altpapier von den beim Deinking störenden Pappen, Kartonagen und Verunreinigungen trennen möchte, bekommt er eine zusätzliche Prämie. Sortiertes Altpapier kann auch unmittelbar bei der Papierfabrik abgeliefert werden.

Der so als Bündelware separat erfasste oder aussortierte Anteil an deinkbarem grafischem Altpapier liegt bei 60 bis 65 Prozent, in kleineren Gemeinden sogar bei 70 Prozent! Die Ausbeute bei Sortierbetrieben, die gemischtes Altpapier trennen, liegt dagegen nur bei 50 bis 55 Prozent. Eine höhere Ausbeute ist nur zu deutlich höheren Kosten (aufwendigere Sortierung) möglich. Daher hat die EVA, die Auftraggeber für die Sortierung ist, mit den Sortierbetrieben im Landkreis Staffelpreise je nach Sortieraufwand vereinbart.

1994 wurden so 8.300 Tonnen Altpapier in privaten Haushalten gesammelt, der Anteil der Deinkingware lag bei 47 Prozent. Bezogen auf alle Einwohner des Landkreises kamen damit durchschnittlich 69,9 Kilogramm pro Einwohner zusammen, in der Gemeinde Altenstadt erreichten die Sammler mit 84 Kilogramm je Einwohner eine Rekordmenge. Der Geschäftsführer der EVA bezifferte die Einsparunggegenüber der früher praktizierten Arbeit mit Subunternehmern auf 50 Mark pro Tonne. Der Landkreis sparte so 1994 rund 300.000 Mark.

Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.


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Letzte Änderung: 05.02.2007