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Anlage 2 (zurück zur Vereinbarung)

Qualitätsmerkblatt D 39 für das Qualitäts-Kontrollsystem in den Sortieranlagen

1 Zweck und Anwendungsgebiet

Diese Methode beschreibt ein Verfahren zur Feststellung der Zusammensetzung von Deinkingware (D 39) generiert aus Altpapier aus haushaltsnaher Erfassung. Die Methode soll zur Produktionskontrolle im Altpapier-Sortierbetrieb eingesetzt werden.

2 Geräte und Prüfmittel

  • Helligkeit (z.B. tageslichtweiß) und blendfrei ausgeleuchteter Sortiertisch
  • Waage mit einer Genauigkeit von ± 10 g
  • Behältnisse, geeignet zur Durchführung einer Probennahme
  • Behältnisse, geeignet zum Auswiegen der einzelnen Komponenten
  • Behältnisse, geeignet zum Aufbewahren der sortierten Proben (z. B. Plastiktüten)
  • Gummihandschuhe.

3 Durchführung

Die Probe wird grundsätzlich aus der laufenden Produktion und nach erfolgter Sortierung entnommen. Es sollen je Schicht statistisch ausreichende Probemengen entnommen werden, die je Schicht gemeinschaftlich ausgewertet werden. Der Zeitpunkt der Probennahme soll in gleichmäßigen zeitlich ausreichenden Zeitabschnitten zufällig erfolgen, aber nie zu den gleichen Zeiten. Zur Untersuchung der Zusammensetzung wird das Probenmaterial in drei Hauptkategorien sortiert.

  • Geeignete Papiere:
    Hierunter fallen alle Papiere für grafische Zwecke, also i. d. R. Printmedien, Büropapiere usw., es sei denn sie sind UNGEEIGNET.
  • Ungeeignete Papiere und Pappen:
    Hierunter fallen alle Papiere und Pappen, deren Anwesenheit im Altpapierstoff zu Produktionsstörungen oder zu Qualitätseinbußen im fertigen Papier fuhren würden.
  • Papierfremde Stoffe
    Hierunter fallen alle Materialien, die nicht Papier oder Pappe sind.

Zur Kontrolle kann vor Sortierbeginn die Gesamtprobenmenge bestimmt werden. Nach dem Sortieren werden die einzelnen Komponenten gewogen, Die Auswertung erfolgt in Gewichtsprozent, bezogen auf die sortierte Probenmenge (lutro).

3.1 Probennahme

Bei der Probennahme ist folgendes zu beachten: Die Probennahme erfolgt vom Fertigprodukt, das jedoch noch nicht entmischt ist. Dazu wird – je nach örtlicher Situation – das Probenmaterial über die gesamte Sortierbandbreite aufgefangen.

3.2 Sortiervorschrift

Geeignete Papiere:

  • Zeitungen
  • Magazine/Illustrierte
  • andere grafische Papiere (z. B. Büro- u. Schreibpapiere)

Ungeeignete Papiere und Pappen:

  • Verpackungspapiere u. Pappen, z. B. Wellpappen (braun [krafthaltig] grau [Recyclingprodukte]), Vollpappen und Faltschachteln (braun, grau), Briefumschläge (braun), Versandtaschen, ...
  • gefärbte Papiere
  • andere Papiere und Pappen, z. B. nassfeste imprägnierte, gewachste, geteerte oder stark verschmutzte Papiere und Pappen, Verbundstoffe (Papier und Papierfremdes), Hygienepapiere, ...
  • papierfremde Stoffe, z. B. Metall oder Kunststoff, Folien, Holz, Textilien, Sand, Glas, Steine, organische Abfälle.

3.3 Auswertung und Ergebnisdarstellung

Die Auswertung erfolgt in Gewichtsprozent, bezogen auf die sortierte Probemenge (lutro). Die Anteile sind nicht aufgeschlüsselt nach den jeweiligen Komponenten anzugeben, Das Gewicht der einzelnen Anteile wird auf ± 10 g genau bestimmt die Angabe der Gewichtsprozente erfolgt mit zwei Nachkommastellen. Der Anteil an papierfremden Stoffen kann zusammenfassend angegeben werden.

Diese Tabelle kann auch als pdf-Datei heruntergeladen werden:

Beispiel für ein Messwertprotokoll (72 kB)

 

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