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Pressemitteilung 2/2002

Die Verantwortung für Zeitschriften, Kataloge und Massendrucksachen beginnt beim Design

INGEDE informiert Drucker und Verleger über Probleme bei der Altpapieraufbereitung – am 14. Mai 2002 in Berlin

Der Drucker macht große Augen: Gerade wurde feierlich im Beisein des Wirtschaftsministers seine neue digitale Druckmaschine eingeweiht, da muss er erfahren, dass er sich damit möglicherweise unübersehbare Probleme ins Haus geholt hat. Die Produkte, die seine neue Anlage mit Flüssigtoner zu Papier bringt, sind nicht recyclebar – im Gegenteil: Sie gefährden das Papierrecycling, sie dürfen nicht ins Altpapier gelangen und müssen möglicherweise ähnlich wie Zigaretten mit einem deutlich sichtbaren Hinweis versehen werden. Das Umweltbundesamt bestätigt: Für Produkte, die das Erreichen der Ziele des Kreislaufwirtschaftsgesetzes gefährden, kann eine Kennzeichnung vorgeschrieben werden. Ist der Drucker verantwortlich als derjenige, der das Produkt in den Verkehr bringt? Zumindest muss er seinen Auftraggeber darauf hinweisen – und ob dann die schöne neue Maschine weiter so gut ausgelastet sein wird?

Drucker, Verleger oder Gestalter von Papierprodukten wissen oft nicht, welche Probleme ihre Ideen oder Vorgaben beim Recycling zu neuem Papier bereiten. Manche Druckfarbe ist schwerer zu entfernen als andere, oft könnte eine Kombination mit einem anderen Papier Probleme vermeiden. Bei Klebstoffen kommt es nicht nur auf das Produkt, sondern auch auf die Art des Auftragens an – Raster aus winzigen Punkten, die auf den ersten Blick Klebstoff sparen, rutschen beim Recycling durch alle Trennstufen und finden sich als störende Kleberpunkte auf dem Papiersieb oder gar im Endprodukt wieder.

Probleme schon bei der Planung eines Druckproduktes zu vermeiden – das ist das Ziel eines INGEDE-Seminars am Dienstag, 14. Mai 2002 in Berlin. Vertreter von Forschungsinstituten und Industrie werden über die Rezyklierbarkeit von Druckprodukten und die Einflüsse verschiedener Komponenten berichten und mit den Teilnehmern diskutieren. Das ausführliche Programm kann hier im Internet abgerufen oder bei der INGEDE angefordert werden.

Die INGEDE wurde 1989 als Zusammenschluss führender europäischer Papierhersteller gegründet. Ziel der INGEDE ist es, die Verwertung von hellem Altpapier (Zeitungen, Zeitschriften und Büropapiere) zu neuem grafischem Papier und zu Hygienepapieren zu fördern und die Rahmenbedingungen für einen erhöhten Altpapiereinsatz zu verbessern.

26. März 2002


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